Kosten einordnen

Baukosten sind keine feste Zahl, sondern eine Zahl mit wachsender Genauigkeit. Wer das früh versteht, führt andere Gespräche – mit der Bank, mit Firmen und mit sich selbst.

Von der Schätzung zur Feststellung

Am Anfang steht ein Kostenrahmen auf Basis von Kennwerten, am Ende die Kostenfeststellung nach geprüften Schlussrechnungen. Dazwischen wird die Zahl mit jeder Planungsstufe belastbarer – und der Spielraum, sie zu beeinflussen, kleiner. Das ist der zentrale Zielkonflikt der Kostenplanung: Wo die Aussage am unsichersten ist, ist der Einfluss am größten.

Was oft unterschätzt wird

Die reinen Bauwerkskosten – Baukonstruktion und technische Anlagen – sind nicht das Budget. Dazu kommen Grundstück, vorbereitende Maßnahmen, Außenanlagen, Ausstattung, Baunebenkosten und Finanzierung. Die Gliederung nach DIN 276 trennt diese Gruppen sauber; wer nur auf den Quadratmeterpreis für das Gebäude schaut, plant an mehreren Kostengruppen vorbei.

Ein zweiter Punkt: Planungshonorare sind Teil der Baunebenkosten und richten sich nicht nach der Gebäudegröße, sondern nach den anrechenbaren Kosten, der Honorarzone und den beauftragten Leistungsphasen.

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Alle Angaben dienen der Orientierung. Verbindlich sind Angebote, Verträge und die konkrete Kostenermittlung.

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Über den Autor

Benjamin Schels, Architekt M.A., ist Inhaber des Architekturbüro Schels in Wolnzach (Landkreis Pfaffenhofen a. d. Ilm).

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